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25 Mai
Donnerstag, den 25.05.2017 00:00 Uhr Friedenskirche

Konfis auf dem Lutherweg

29.5.: 5. Etappe: Worms

Nach dem Morgengebet in der Magnuskirche, in der bereits 1521 evangelisch gepredigt wurde und wo wir den Pilgerstempel bekamen, haben wir Worms besichtigt: das Luther-Denkmal, den Dom und die Dreifaltigkeitskirche. Besonders toll fanden wir die großen Schuhe von Luther, die an sein „Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir!“ erinnern sollen. Wir haben uns alle in seine Schuhe hineingestellt. Sie waren uns alle viel zu groß und doch konnten wir gut drin stehen. Weil es gegen Mittag unerträglich heiß wurde, ging es ins Wormser Freibad. Zwei Mädels aus der Gruppe planen nun einen Schwimmbadführer entlang des Lutherweges. Wir kennen sie jetzt alle!

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28.5.: 4. Etappe: von Abenheim nach Worms

Heute starteten wir früh am Morgen, um unser Ziel noch vor der Mittagshitze zu erreichen. Startpunkt war die Klausenbergkapelle oberhalb von Abenheim. Über wunderschöne Weinterrassen wanderten wir Worms entgegen. Dort angekommen quetschten wir uns zwischen amerikanischen Luther-Pilgern zum Zielfoto vor das Luther-Denkmal.

Glücklich durchschwitzt erreichten wir die Jugendherberge und beschlossem, den Rest des Tages im Frankenthaler Strandbad zu verbringen. Es war brechend voll und das Wasser „natürlich“ gewärmt. Abendessen beim King, Lichtmalerei im Hof der Jugendherberge und das Nachtgebet beschlossen die letzte Etappe.

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27.5.: 3. Etappe: von Trebur nach Gunterblum

Müde Pilger saßen am Frühstückstisch und einige Fußlahme. Und so teilten wir uns für das erste Wegstück runter an den Rhein auf. Die Einen fuhren mit dem Bus, die anderen liefen durch Wiesen und Felder auf dem Damm zur Rheinfähre, mit der wir von Kornsand nach Nierstein übersetzten. Weiter gings nach Oppenheim, wo uns die prächtige Katharinenkirche beeindruckte, in der auch schon Martin Luther gebetet hat. Das Strandbad gab es wohl zu seiner Zeit noch nicht, wir aber genossen dafür umso mehr den Schatten der Bäume und das kühle Wasser des Rheins. Erst um drei wanderten wir deshalb weiter hoch in die Weinhänge über Ludwigshöhe nach Guntersblum. Das war für alle eine Grenzerfahrung. Die Sonne brannte und verbrannte. Das Wasser und Proviant ging schnell zur Neige. Belohnt wurden wir mit einem grandiosen Blick zurück: denn über die Rheinebene hinweg konnten wir fern am Horizont die Frankfurter Skyline sehen. „Sind wir das echt alles gelaufen?“ „Ja, sind wir!“

In Gunterblum bereitete uns der stellvertretende Wehrführer einen herzlichen Empfang mit gekühlten Getränken und Eis. Im Himmel!

Zum Duschen und Abkühlen gings noch kurz ins Gimbsheimer Bad. Dann schlugen wir im Gerätebaus der Freiwilligen Feuerwehr von Guntersblum unser Lager auf, grillten und besichtigten die beeindruckenden Einsatzfahrzeuge. Manch kleiner Bruder, der zuhause geblieben war, beneidete die Pilger darum, in einem echten Feuerwehrauto hinterm Steuer sitzen zu dürfen. Mit dem Nachtgebet schon in den Schlafsäcken beschlossen wir diese heiße aber wunderschöne Etappe.

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26.5.: 2.Etappe: von Mörfelden bis Trebur

Der Tag begann für manche von uns schon nahtlos mitten in der Nacht, aber trotzdem standen alle um halb neun gutgelaunt mit ihren Rucksäcken abmarschbereit vor der Pension. Das Morgengebet hielten wir mitten im Wald und sangen mit den Vögeln um die Wette. Nach einem Irrweg über den Mörfeldener Friedhof und einem großen Umweg wegen Gleisarbeiten wanderten wir im trockenen Flussbett des Apfelbachs und schleppten uns bei flirrender Hitze die letzten Kilometer nach Nauheim. Dort angekommen waren sich alle einig, dass ein Eisbecher bei den Temperaturen das einzig adäquate Mittagessen sei. Es war göttlich! Danke an Frau Kaiser, die das vorausgesehen und das Eis spendiert hatte.

Wir nutzten die Pause um dicke und wehe Füße mit Latschenkieferlotion einzureiben und Tape-Verbände zu wickeln. Dann ging es weiter nach Trebur.

Dort verbrachten wir wieder schöne Stunden im Freibad, verspeisten Pommes auf dem Rückweg und trafen schließlich bei Familie Heupt ein, die uns ihre Monteurszimmer vermietet hatten. Den Tag beschlossen wir mit dem Abendgebet in der wunderschönen Kirche von Geinsheim, die -wie uns Pfarrer Gärtner erzählte – bei einer Rheinüberflutung im 19. Jahrhundert dem Vieh der Geinsheimer als Arche gedient hatte.

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25.5.: 1.Etappe: von Offenbach bis Mörfelden-Walldorf

Mit Rucksäcken, Schlafsäcken und Iso-Matten beladen trafen wir uns heute morgen in der Friedenskirche zum Himmelfahrtstag. Nach einem göttlichen Pfannkuchenmoment und dem Pilgersegen ging es los quer durch den Stadtwald nach Neu-Isenburg, wo es erstmal für alle Pilgerinnen und Pilger ein großes Eis zur Erfrischung gab. Dann wanderten wir am wunderschönen Gehspitzweiher vorbei nach Zeppelinheim. Das letzte Stück nach Mörfelden stiegen wir in die S-Bahn und verbrachten fröhliche Stunden im herrlich-kühlen Nass des Mörfeldener Schwimmbads. In der Pension gab es Pizza und das Finale von GNTM. Den Tag beschlossen wir müde und dankbar mit einem Nachtgebet und allen 7 Strophen von der „Mond ist aufgegangen.“

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Friedenskirche in Offenbach am Main.