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07 Mai
Sonntag, den 07.05.2017 09:30 Uhr Friedenskirche

Vorstellungsgottesdienst der Konfis

Unter dem Motto „Wo bist Du Mensch?“ haben unsere diesjährigen Konfis ihren Vorstellungsgottesdienst gestellt, den sie vom Votum bis zum Segen selbst vorbereitet haben und gestalten werden. Musikalisch begleitet werden sie dabei von der Frankfurter Band  Ground & Sight.

 

Texte, die die Konfis selbst geschrieben haben

Film von Clausnitz

Frage aus dem Off: Wo bist Du Mensch?

Überleitung zum Kyrie

Lasst uns still werden und nachdenken:

Menschen beleidigen Flüchtlinge, dass sie sich nicht wohlfühlen

Wo bist du, Mensch?

In der Schule gehen alle auf einen los, weil er nicht so ist wie die Anderen.

Wo bist du, Mensch?

Menschen verspotten jemanden, der aus einem anderen Land kommt.

Wo bist du, Mensch?

Menschen übersehen einen, wenn man Schwächen zeigt

Wo bist du, Mensch?

Menschen lästern über einen, nur weil man was nicht gut kann

Wo bist du, Mensch?

Menschen ignorieren einen, wenn man nicht so ist wie alle anderen.

Wo bist du, Mensch?

Menschen machen einen nieder, wenn man sich schon schlecht fühlt.

Wo bist du, Mensch?

Wieso machen Menschen sowas?

Wir bitten Gott um sein Erbarmen:

 

Kyrie aus Taizé 178.12

Überleitung Gloria (Jan)

Ja, Gott ist bei uns. Er erbarmt sich über uns. Er nimmt alles von uns, was uns klein macht, ängstigt und bedrückt und schenkt uns die Freiheit der Kinder Gottes. In dieser Freiheit singen wir:

Gloria (Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt): 638

Gebet (Talea)

Wir beten:

Guter GOTT, zur Freiheit hast du uns berufen, dass wir gute Menschen werden, wie es Jesu Christi einer war.

Gib uns Kraft, die ihn erfüllt hat.

Gib uns die Weite, die er aufgetan hat.

Lass uns leben in seiner Nähe und in seinem Frieden.

Darum bitten wir durch deinen Sohn, unsern Bruder und HERRN,

der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

erhören.

Wenn du Geld verleihst an einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln. Ihr sollt keinerlei Zinsen von ihm nehmen.

Anspiel Samariter (Alle)

Überleitung zu I am human Was sieht der Samariter, was die anderen nicht sehen? Wieso hilft er, wo die anderen achtlos vorbeigehen? Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: Er sieht sich selbst nicht nur als Samariter, also als einen, der einer bestimmten Nationalität oder einem Volk angehört. Er sieht sich selbst als Mensch, nicht als Superman, Macher oder einem halt, dem alles gelingt. Deshalb kann er in dem Hilflosen auch einen Menschen sehen, der so ist wie er selbst. Einer nämlich, der schwach ist und ohne die Hilfe anderer nicht leben kann. So gesehen ist der Samariter auch ein Bild für Jesus. Denn in dem hat sich Gott als Mensch gesehen und ist so mit allen Menschen auf Augenhöhe gegangen. Wir werden jetzt ein Lied von Rag’n Bone man hören. „I am human“ heißt es. „Ich bin ein Mensch!“ Er singt, dass alle Menschen gleich sind, auch wenn sie nicht alle gleich aussehen. Er wirbt dafür, dass wir uns nicht erschrecken lassen und wie das Kaninchen vor der Schlange panisch auf all die Probleme schauen, die in unserer Welt sind, um dann zu sagen „Kann ich eh nichts ändern!“ Wie der Samariter sagt er „Ich bin nur ein Mensch!“ Ich kann zwar nicht die Welt retten, aber ich kann dem helfen, der jetzt meine Hilfe braucht.

Lied: I am human

Fürbitten

Lieber Gott, Du hast uns alle erschaffen und uns die Erde anvertraut, damit wir für Gerechtigkeit und Frieden sorgen. Zu Dir rufen wir:

Wir bitten Dich. Schenke uns deine Gerechtigkeit, damit wir anderen ohne Vorurteile begegnen und sie willkommen heißen. Gib uns die Kraft, sie aufzunehmen und ihnen zu helfen, wo sie unsere Hilfe brauchen. Du, unser Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns

Wir bitten Dich, öffne unsere Augen, damit wir diejenigen sehen, die wir bisher übersehen haben. Besonders beten wir für die Obdachlosen, für die Außenseiter und alle einsamen Menschen. Du, unser Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns.

Wir bitten Dich um Gnade, so dass wir auch denen verzeihen können, auf die wir wütend sind. Gib uns den Mut, den ersten Schritt zu tun. Du, unser Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns.

Wir bitten Dich, zeige jedem den Weg zu einem Leben voller Glück, Freude, Liebe und Gerechtigkeit, und sei Du mit uns, wohin wir auch gehen. Du, unser Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns.

Wir bitten Dich, helfe uns zu erkennen, dass wir alle etwas bewirken können in dieser Welt, und dass sich jeder egal, woher er kommt, egal, wie er aussieht oder lebt einbringen kann und seine Stimme gehört wird. Lass uns erfahren, dass jeder Fremde genauso Mensch ist wie wir selbst.

Du, unser Gott: Wir bitten Dich, erhöre uns

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Friedenskirche in Offenbach am Main.